Präambel


Höflichkeit und Achtung vor Mensch und Tier ist die Grundlage, mit der wir miteinander umgehen wollen. Der Satz: "Behandele jeden so, wie Du behandelt werden möchtest" ist für uns selbstverständlich. Natürlich werden in Lagern gewisse Rollen gespielt, aber es bleibt der grundsätzliche Respekt vor einander als Grundlage unseres Handelns bestehen. Daher verabschieden wir, die Hauptleute und Verantwortlichen der Lager zu Satzvey, nachfolgende Richtlinien als unseres selbst gewählten Ehrencodex:

Von der Form der historischen Darstellung


Jede Gruppe sollte in der Lage sein, Auskunft über den historischen Kern der eigenen Darstellung geben zu können. Dazu wird angeregt Schautafeln mit Angabe des Zeitrahmens und Intention der Gruppe zu schaffen.
Jede Gruppe soll nach eigenen Möglichkeiten und Mitteln, seien es finanzielle oder handwerkliche, sich und ihr Lager so nah wie möglich an das selbst gesteckte Ziel der dargestellten Epoche bringen. Wenn jedes Lager dann noch darauf achtet, dass die allgemeinen Anforderungen für einen Markt erfüllt sind (keine Flaschen, keine Handys, kein Plastik etc. in Sichtweite der Besucher), sind wir schon ganz gut aufgestellt.

Den Marktbesuchern soll ein tolles Bild vom mittelalterlichen Leben geboten werden. Daher wird allen Teilnehmern empfohlen, eine vollständige historisch möglichst korrekte Gewandung samt Schuhwerk passend zur Darstellung zu tragen. Dies hat eindeutigen Vorrang vor dem Erwerb von Waffen und Rüstung. Die Wahl eines geeigneten kindlichen Schuhwerkes liegt aber allein in der Verantwortung der Eltern. Hier wird zum Wohle des Kindes auch nicht-authentisches Schuhwerk ausdrücklich toleriert. Wünschenswert sind Schuhe, die das Gesamtbild nicht stören.

Wir sind Romantiker - keine Historiker! Das bringt gewisse Erkenntnisse über unser Hobby mit sich! Also strebt weiter nach Authentizität, aber vergesst nicht den Spaß und die Leidenschaft dabei!

Vom Umgang mit Besuchern


Im Umgang mit Besuchern und insbesondere im Umgang mit gewandeten Besuchern wollen wir alle Vorbild sein. Lasst uns insbesondere die gewandeten Besucher in ihrer selbstgewählten Rolle ernst nehmen. Dies möge der Rolle entsprechend angemessen und respektvoll geschehen. Dann haben wir und unsere Besucher Spaß am Mittelalterhobby.
Wir lassen uns nie provozieren. Andere Gruppen sind für uns nicht maßgeblich. Wer als unser Gast in unserem Lager ist, hat sich an diese Regel zu halten. Sonst muss er gehen.
Bedenkt, wir sind eine große Familie! Diesen familiären Charakter wollen wir uns bewahren.

Vom Umgang mit Schaukampfwaffen


Bei einem Turnier gelten die Regeln des Veranstalters. Die Hauptleute haben für die Einhaltung zu sorgen.

Jugendliche und Kinder:


Erst mit Beginn des 14. Lebensjahres kann ein Jugendlicher einen Schaukampfdolch und ab dem 16. Lebensjahr kann ein Jugendlicher ein Schaukampfschwert in der Marktöffentlichkeit führen. Diese Regeln gelten nur, sofern ein Erziehungsberechtigter dies ausdrücklich erlaubt.
Schau- und Trainingskämpfe dürfen nur unter der Aufsicht eines befähigten Erwachsenen durchgeführt werden.
Training für jüngere Knappen ab 14 Jahre findet im Lager unter Aufsicht eines Erfahrenen statt. Ist kein Platz, kann es auch außerhalb des Lagers in einem abgegrenzten Bereich stattfinden.
Nach dem Training kommen die Schwerter zurück in den Waffenständer. Die Turnierteilnahme ist ausnahmslos nur ab dem vollendeten 16. Lebensjahr möglich. Die Verantwortung hierfür trägt jeder Hauptmann für seine Gruppe alleine.
Eltern bzw. Erziehungsberechtigte haften für ihre Kinder.

Marktöffentlichkeit und Waffengesetz:


Jeder Marktteilnehmer ist verpflichtet, die Regeln des deutschen Waffengesetzes einzuhalten. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Kämpfe außerhalb des Turniers:


Übungen und Vorführungen haben nur in einer sicheren Absperrung zu erfolgen. Die Sicherheit der Unbeteiligten geht vor.
Für einen angemessenen Schutz ist beim Kampf jeder Schaukampfpartner selbst verantwortlich.

Alkohol und Waffen:


Wer eine Waffe trägt oder führt, ist 100%ig nüchtern. Vor einer Aktion mit Waffen wird den Beteiligten empfohlen eine mindestens 8stündige Ruhephase und mindestens 8stündige Alkoholkarenz einzuhalten. Im Sinne der Gesamtverantwortung ist hier maßvolles Eingreifen der Gruppenleiter gefordert.

Vom Fahnenklau


Fahnenklau ist kindisch und hat in der Vergangenheit immer für Ärger gesorgt. Deshalb soll er generell unterlassen werden.

Vom Schlichten eines Streites


Bei Konflikten, welche generell den Marktfrieden bedrohen, wird der Konvent der Hauptleute zusammen gerufen. Falls erforderlich informiert der Konvent den Veranstalter.